"Bewegte Bilder" unter:

https://www.otv.de/mediathek/tag/

bettina-schwarz/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

 

Verschoben auf den 09. August - Wandelkonzert mit literarischen Elementen

Veranstalter:
Baumkronenweg Edersee UG & Co.KG
Beginn:
03.08.2016 um 11:30 Uhr
Ende:
03.08.2016 um 16:30 Uhr
Ort:
Baumkronenweg am Edersee
Kategorie:
Konzert
Beschreibung:

Aufgrund der Schlechtwetterprognose wird das Wandelkonzert
auf den 09. August verschoben. Wir bitten um Verständnis. Vielen Dank.

 

Wandelkonzert mit literarischen Elementen

 


O, dass der Mensch die innere Musik der Natur verstände (...) - Novalis

Lassen Sie sich von der Poesie der Natur verzaubern - in Wort und Klang über die Wipfel der Bäume führen.

 

 

 

Musik und Vortrag : Bettina Schwarz, Studium der Musik Hauptfach Violine/Hamburg, Malerin
www.atelier-kunstton.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Samstag, 25. Juni auf Sonntag, 26. Juni 2011

FORUM NEUE MUSIK Christianskirche/Ottensen
TonArt Hamburg e.V. veranstalten 

 
DIE NACHT DER NÄCHTE

Nachtkonzert zur Mittsommernacht
von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang
SU 21:52 SA 4:51
in der
Christianskirche am Klopstockplatz 2,
22765 Hamburg

Zum 5. Mal werden 15 Musiker und Musikerinnen aus den verschiedensten Improvisations- und Neue Musik - Szenen Hamburgs, Bremens, Oldenburgs, und Hannover improvisieren. Ein Klangstrom wird die ganze Nacht durchziehen. Ohne Unterbrechung wird in verschiedensten Kombinationen von Duo, Trio, bis Oktett gespielt. Unbegrenzt von den üblichen Konzertzeiten ergeben sich intensivere Spiel- und Hörerfahrungen, ob in der Frische dieses einmaligen Zusammenkommens oder in einem ungewohnt somnambulen Zustand in der Mitte der Nacht und im neuem Schwung zur Morgendämmerung. Das Thema ist Zeit: in dem kontinuierlichen sound stream erspielt das Ensemble einen winzigen Hauch von Ewigkeit.
Das Publikum, Musik- und Klanghungrige, Nachtschwärmer, Tagediebe, Fußballliebhaber und Fußballmüde, Langstreckenhörer, Nachtwachende, Meditierende u.a.m. - ist eingeladen, sich sieben Stunden der improvisierten Musik hinzugeben mit potentiell neuen Hörerlebnissen.

Helmuth Alio-Neumann:tp, Moxi Beidenegl: voc
Andreas Brüning, Nils Gerold, Stefan Goreicki: acc
Michael E. Haase: git, bj, Georgia Ch. Hoppe: reeds
Ulla Levens: vla, Milo Lohse:p, Thomas Niese: cb
Thomas Österheld: bcl., Julian Schäfer: vl
Bettina Schwarz: vl, Reinhard Voigt: cb
Krischa Weber: cello

Einlaß: ab 21:00 .............
 
 
 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Bilder- Buch": Grün quakt

 

Es war Frühling und der kleine Frosch Friedemann konnte den Weg nach Hause nicht finden.

Hinausgezogen in die Welt, hatte ihm eine Fee gesagt, es gäbe einen Zauber, der ihm helfen könne. Sie gab ihm den Rat:" Folge Deinem grünen Ton, dann wirst Du den richtigen Weg gehen und nach Hause finden."

 

 

Also, da stand Friedemann nun etwas verwirrt mit den Augen blinzelnd. Sein grüner Ton war gefragt: "Was sollte das bedeuten?" Rings um ihn herum gab es ja die verschiedensten Farben und die unterschiedlichsten Grüns: vom grellleuchtenden Hellgrün bis hin zum matt schimmernden Grün. Was von allen diesen sollte sein Grün sein. Nach einer Weile bemerkte Friedemann, dass es nicht nur die verschiedensten Farben Grün, sondern, dass diese auch die unterschiedlichsten Geräusche und Töne von sich gaben. Er sollte also seinem grünen Ton folgen.

 

Die Ohren aufgesperrt, begann Friedemann seinen Weg mit ersten unsicheren Hüpfern. Zunächst fiel ihm der rauschende Wind in den Bäumen des Waldes auf, der die Blätter wie Glocken lebendig tanzen ließ. Ja, tatsächlich fühlten sich hier viele Tiere wohl in den alten Bäumen. Doch die Spatzen riefen ihm zu: "Nein, für Dich ist es viel zu hoch, such woanders weiter."

Als nächstes gelangte Friedemann auf eine helle Wiese- In dem hohen surrenden Gras kam er sich ( er ist ja nur ein recht kleiner, wenn auch mutiger Frosch) vor, wie in einem unbekannten Dschungel. Ein Meer von Tönen umgab ihn. Er lugte gerade um die Ecke eines erst vor kurzem erwachsen gewordenen Stachelbeerbusches und dachte über sein Rätsel nach, als ihn von hinten ein Grashüpfer beinahe überrannte. "Warte doch-" konnte Friedemann gerade noch rufen - er erhoffte sich natürlich Hilfe. Der grüne Grashüpfer, der mit seinen dünnen, langen Beinen ziemlich schnell war, blickte ihn kurz mit einem schelmischen Lächeln an und antwortete im Weiterspringen: "Nein, Du bist hier nicht zu Hause, aber weiterhelfen kann ich Dir da auch nicht. Außerdem wartet meine Grasharfe auf mich."

 

Mit diesen Worten des Grashüpfers wurde Friedemann wieder allein gelassen. Und irgendwie kamen ihm die Worte des Grashüpfers noch rätselhafter als die der Fee vor. Auch hier in dieser grünen Wiese voller Töne konnte sein Zuhause nicht liegen. Wo sollte er sich nun hinwenden, er befand sich gerade auf einem ziemlich düsteren Pfad an dem er wirklich nichts Grünes entdecken konnte. In der Stille verlor Friedemann beinahe die Hoffnung. Auf einmal schreckte ihne eine Stimme auf: "Ohne Moos nix los, ohne Moos nix los!" wiederholte sie ständig.

 

 

Friedemann entdeckte ein noch viel kleineres Wesen als er es war, das nicht weit von ihm geschäftig auf einem Moosbett hin- und hersauste. "Hallo B-Meise!" versuchte Friedemann freundlich ins Gespräch zu kommen. "Bin eine A-Meise und stör´mich nicht. Ohne Moos nix los!" Friedemann war verwirrt und verstand wieder einmal kein Wort. Mit Schmollmund beschloss er einfach weiterzuhüpfen, auch wenn das weiche, dunkelgrüne Moos frisch und einladend angesichts seiner etwas platt gehoppsten Füße wirkte, es war doch nicht sein grüner Ton.

 

Zum Glück wurde die Umgebung etwas freundlicher, grüner Klee mit schimmernden, leise singenden Tautropfen säumte den Weg. Eine umgestürzte Birke raunte ihm zu: "Du musst hartnäckig bleiben, bleib hartnäckig!"

 

Viel Zeit blieb Friedemann auch dieses Mal nicht, über die Worte nachzudenken, denn ein neuer Ton fesselte seine Aufmerksamkeit. Eine Grille begann, nicht weit entfernt, auf einem langen Grashalm stehend auf ihrem Instrument die schönsten Melodien zu spielen. Eine Weile hörte Freidemann auch hier zu und ließ sich trösten: "Ein wirklich schöner grüner Ton. Bin ich hier zuhause?" fragte sich Friedemann. Die andächtige Grille wollte er keinesfalls stören, er hoppste weiter, fühlte sich traurig ... und nur sein Herz pochte noch verwegen. Er war noch immer nicht am Ziel.

 

 

Ein klares "Quak" riss ihn dieses Mal aus seinen Gedanken und er entdeckte einen grünlich schimmernden Teich vor sich. Genau in der Mitte saß auf ein Seerosenblatt gekuschelt ein ebenso kleiner Frosch wie er es war, der ihm mit einem breiten Froschlächeln entgegensah. "Wieso schaust Du so traurig, Du stummer Frosch?" fragte der grüne Fremde in freundlichem Quakton. nachdem sich Friedemann von seinem Erstaunen etwas erholt hatte antwortete er ( mit sehr vorsichtiger Stimme): " Ich suche meinen grünen Ton, um nach Hause zu kommen, habe schon viele Grüns gesehen und gehört, kann meinen grünen Ton aber nicht finden. ja wenn ich ein so schönes Grün wie Du es hast besäße, würde mir das wohl auch gefallen!" "Ach du dummer Frosch, dann kuck doch ´mal in das Wasser!" Und tatsächlich bemerkte Freidmann an seinem Spiegelbild, dass er selber ganz grün war, vielleicht ein wenig gelbgrüner als der Fremde, stellte Freidemann fest, aber Froschgrün. er war ganz aufgeregt, mir einem für ihn erstaunlich langem Satz sprang er auf ein Seerosenblatt neben den anderen. So geschützt auf dem grünen teich treiebend, platzte aus lauter Freude ein lautes Quak aus ihm heraus, das er in die Welt schmetterte.

 

 

"Wenn Du willst, können wir auch zu zweit quaken!" der Nachbarfrosch zwinkerte ihm zu und Friedemann fühlte sich wie ein kleiner König, denn jetzt wusste er genau hier im Grünen war er zu Hause.